Spezialität

Prävention und Behandlung von

Zahnfleisch- und Zahnbetterkrankungen

Parodontitis – eine Entzündung des Zahnhalteapparates – ist eine der häufigsten Ursachen für Zahnverlust bei Erwachsenen. Sie entsteht durch bakterielle Beläge, die am Zahnfleisch und Zahnbett Entzündungen verursachen können.

Je nach individueller Veranlagung und weiteren Einflussfaktoren kommt diese ursprünglich sinnvolle Entzündungsreaktion nicht mehr zum Stillstand und kann zu einer fortschreitenden Zerstörung des Zahnhalteapparates führen. Häufig verläuft die Erkrankung zunächst schmerzlos und bleibt daher lange unbemerkt.

Neben Bakterien können auch Faktoren wie Ernährung, Körpergewicht, Rauchen, Darmgesundheit oder Diabetes das Risiko für eine Parodontitis beeinflussen.

Unser GANZHEITLICHER Blick

Das "Zahnfleisch" ist der einzige Ort im ganzen menschlichen Körper, an dem sich Innen- und Außenwelt berühren. Je mehr wir die Bedeutung von stillen Entzündungen für unsere allgemeine Gesundheit verstehen, umso intensiver sollte der Blick auf diesen Bereich sein.

Dr. Peer-Carsten Pohl
Master of Science in Parodontologie

Einfach erklärt

Was ist

Parodontologie?

Die Parodontologie beschäftigt sich mit dem Zahnhalteapparat, also den Strukturen, die die Zähne im Kiefer verankern:

  • Zahnfleisch

  • Zahnzement (die oberste Schicht auf der Zahnwurzel))

  • Kieferknochen

  • Bindegewebefasern

Bakterielle Beläge (Plaque) können zu Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis) führen. Bleibt diese unbehandelt, kann sich die Entzündung auf das Zahnfach (Parodontitis) ausweiten und den Kieferknochen schädigen.Ein wichtiger Bestandteil der Prophylaxe ist die professionelle Zahnreinigung (PZR). Dabei werden harte und weiche Beläge auch an schwer erreichbaren Stellen entfernt, die beim täglichen Zähneputzen oft nicht vollständig gereinigt werden können.

Zusätzlich erhalten Patienten individuelle Empfehlungen zur optimalen Zahnpflege zu Hause.

Mögliche Folgen einer unbehandelten Parodontitis:

  • Zahnlockerung

  • Rückgang des Zahnfleisches

  • Kieferknochenschwund

  • erhöhtes Risiko für Allgemeinerkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes)

  • eine (stille) Entzündung belastet dauerhaft unser Immunsystem und kann es so aus dem Gleichgewicht bringen

Ihre Vorteile

Vorteile der

parodontologischen Behandlung

Eine gezielte Parodontitisbehandlung kann die Gesundheit des Zahnhalteapparates wiederherstellen und die Zähne langfristig stabilisieren.

Gesunder Zahnhalteapparat

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen und Behandlungen schützen Zahnfleisch und Kieferknochen.

Vorbeugung von Zahnverlust

Frühzeitige Therapie kann Zahnlockerungen verhindern (oder zumindest deutlich verzögern) und die Zähne damit langfristig erhalten.

Reduktion von Entzündungen

Wir alle verfügen über ein Vielzahl verschiedener Bakterien in der Mundhöhle. Letztlich entscheidend ist, wie unser Organismus auf die Anwesenheit von Belägen reagiert. Die Belagskontrolle durch Mundhygiene, professionelle Zahnreinigungen und Belagsentfernung ist ein entscheidender, aber nicht alleiniger Baustein. Ebenso wichtig ist es, eine überschiessende Enztündungsbereitschaft zur bremsen oder eine reduzierte Abwehrlage zu steigern.

Ganzheitlicher Gesundheitsansatz

Die klassische Parodontologie zielt überwiegend darauf ab, über eine Reduktion der Beläge die Krankheit zum Stillstand zu bringen. Es macht sicher Sinn, darüber hinaus einen Blick auf Themen wie z.B. die Darmgesundheiit, eine übersteigerte Entzündungslage oder Metalle in der Mundhöhle zu werfen.

Verbesserung des ästhetischen Erscheinungsbildes

Gesundes Zahnfleisch unterstützt ein harmonisches und gepflegtes Lächeln.

Spezialität

Wann ist

parodontologische -Behandlung

sinnvoll?

Eine Untersuchung ist besonders wichtig bei:

  • Zahnfleischbluten oder Rötungen

  • Zahnfleischrückgang

  • schlechtem Geschmack

  • Zahnlockerungen

  • familiärer Veranlagung zu Parodontitis

  • chronischen Erkrankungen

Auch wenn Sie keine Schmerzen verspüren, kann eine Vorsorgeuntersuchung frühzeitig Erkrankungen erkennen und behandeln.

Schritt für Schritt erklärt

Der Ablauf einer

parodontologischen Behandlung

Viele Patienten fragen sich, wie eine Parodontitisbehandlung abläuft. In der Regel erfolgt sie in mehreren Schritten.

1. Untersuchung und Diagnostik

Zähne, Zahnfleisch und Kieferknochen werden gründlich untersucht. Dabei werden Zahnfleischtaschen gemessen, der Entzündungsgrad festgestellt und mögliche Risikofaktoren wie Ernährung, Stress, Nikotinkonsum, Vitamin-D-Versorgung, Mineralstoffhaushalt oder Darmgesundheit berücksichtigt.

2. Professionelle Reinigung

Bakterielle Beläge und Zahnstein werden entfernt – sowohl oberhalb als auch unterhalb des Zahnfleischrandes. Gleichzeitig werden die Grundlagen für eine möglichst optimale Mundhygiene geschaffen.

3. Therapie der Parodontitis

Je nach Schweregrad erfolgt eine gründliche Reinigung der Zahnfleischtaschen. Diese Behandlung wird in der Regel zunächst konservativ durchgeführt. Gegebenenfalls können antibakterielle Maßnahmen, beispielsweise mit Ozon, die Therapie unterstützen.

4. Kontrolle und Nachsorge

Regelmäßige Kontrolltermine und professionelle Zahnreinigungen sichern den Behandlungserfolg und verhindern Rückfälle.

Ihre Vorteile bei uns

Warum unsere Praxis für die

Parodontologie?

Unsere Praxis verbindet moderne Diagnostik mit langjähriger Erfahrung in der Parodontologie.

Unsere Patienten profitieren von:

  • ganzheitlicher Betrachtung der Mundgesundheit

  • hochpräzisen Behandlungsmethoden

  • schonender und schmerzarmer Behandlung

  • regelmäßiger Nachsorge und Prophylaxe

  • individueller Therapieplanung

Unser Ziel ist es, Ihren Zahnhalteapparat langfristig zu erhalten und Ihre Zähne gesund zu stabilisieren.

Wichtige Hinweise

Nachsorge bei

Parodontitis

Eine konsequente Nachsorge ist entscheidend für den langfristigen Erfolg der Behandlung.

Mundhygiene zu Hause

Eine sorgfältige Mundhygiene ist ein wichtiger Bestandteil der Nachsorge. Die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten sowie – je nach Empfehlung – antibakteriellen Mundspülungen kann die Therapie unterstützen. Auch Maßnahmen wie Ölziehen oder Spülungen mit Salzlösung können sinnvoll sein.

Professionelle Zahnreinigung

Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen entfernen Beläge an schwer erreichbaren Stellen und helfen dabei, erneuten Entzündungen vorzubeugen. Ergänzend können eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Ballaststoffen sowie die Reduktion von Zucker die Mundgesundheit positiv beeinflussen.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

Kontrolltermine ermöglichen die frühzeitige Erkennung von Auffälligkeiten und unterstützen den langfristigen Behandlungserfolg. Darüber hinaus können Faktoren wie Körpergewicht, Ernährung und Lebensgewohnheiten berücksichtigt werden, da sie Einfluss auf die Entzündungsneigung haben können.

faq

Häufige Fragen zu ParaDontoligie

Was ist Parodontitis?

Parodontitis ist das Symptom einer fehlgesteuerten Entzündungsreaktion, die unbehandelt zu Gewebeabbau und Zahnverlust führen kann.

Wie wird Parodontitis behandelt?

Die Behandlung der Parodontitis zielt auf folgende Punkte ab: Beseitigung bakterieller Beläge und entzündeten Gewebes durch eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Zahnfleischtaschen, Schaffung idealer Voraussetzungen für eine optimale Mundhygiene (z. B. durch die Beseitigung überstehender Füllungen oder undichter Kronenränder) sowie Schaffung der Voraussetzungen für ein gesundes Gleichgewicht des Immunsystems.

Kann Parodontitis geheilt werden?

Bereits entstandene Schäden am Zahnhalteapparat lassen sich meist nicht vollständig rückgängig machen. Durch eine konsequente Behandlung und Nachsorge kann die Erkrankung jedoch in vielen Fällen dauerhaft kontrolliert werden.

Wie oft sollte ich zur Parodontitis-Vorsorge?

Die empfohlenen Kontroll- und Nachsorgetermine richten sich nach Ihrem individuellen Risiko. In vielen Fällen sind regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigungen im Abstand von drei bis sechs Monaten sinnvoll.